Grundbegriffe
Literatur
 
 
 
 

Kriminalliteratur



 
 

Text 1

Detektivroman oder Kriminalroman?

Die Literaturkritik ist erst neuerdings darauf gekommen, daß es bei einem Roman oft gar nicht so sehr darauf ankommt, was er erzählt, als wie er erzählt. Das letztere jedenfalls ist für den Detektivroman so wichtig, daß es schlechthin sein Wesen ausmacht. Man kann nämlich von demselben Geschehen auf ganz verschiedene Weisen berichten.

Nehmen wir als Beispiel den ältesten und berühmtesten Kriminalfall unserer Überlieferung, den Tod Abels, wie ihn das vierte Kapitel des ersten Buchs Mosis erzählt: Adam und Eva hatten zwei Söhne, Kain und Abel. Kain war ein Ackermann und Abel war ein Schäfer. Beide brachten dem Herrn ein Opfer dar. Der Herr aber sah Abels Opfer gnädig an, Kains Opfer dagegen sah er nicht gnädig an. Darob ergrimmte Kain, und seine Gebärde verstellte sich. Und Kain redete mit seinem Bruder Abel, und da sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain gegen seinen Bruder und erschlug ihn.

Hier haben wir in knappster Form alle Elemente eines Kriminalromans: Den Mörder und sein Opfer, das Motiv der Tat, den Hergang der Tat und ihren Ausgang. Die Erzählung läuft dem Geschehen parallel. Sie erzählt das erste zuerst und das letzte zuletzt. 

Nun kann man die gleiche Geschichte aber anders herum erzählen: Eine Leiche wird gefunden. Wer ist es? Antwort: Abel. - Wie ist er umgekommen? Durch Gewalt. - Ein Unglücksfall? Nein. - Also Mord! Wer ist der Täter? Nun, die Menschheitsfamilie war damals noch klein. Es kommen nur drei in Frage: Adam, Eva, Kain. Sie werden nacheinander befragt. Wer konnte zur Tatzeit am Tatort gewesen sein? Wer hatte ein Motiv zur Tat? Ergebnis: Kain allein hat kein Alibi. Er allein hat ein Motiv. Kain allein kann der Täter gewesen sein.

Das ist eine künstlichere Art zu erzählen. Diese Erzählung beginnt, wo die andere aufgehört hat, mit dem erschlagenen Abel. Sie hört da auf, wo die andere angefangen hat, bei der Person des Täters und seinem Motiv. Das erste Modell, die Originalfassung der Bibelgeschichte, ist ein Kriminalroman, das andere ein Detektivroman. Wenn man sie mit dem zeitlichen Ablauf des erzählten Geschehens vergleicht, kann man die eine Form des Erzählens progressiv nennen, die andere regressiv, rückläufig, weil sie gegen den Strich verläuft. [...]

Der. Unterschied der beiden Erzählungen liegt also nicht im Gegenstand - beide behandeln einen Mord - sondern in der Form: Der Kriminalroman erzählt die Geschichte eines Verbrechens, der Detektivroman die Geschichte der Aufklärung eines Verbrechens. Man kann jeden Kriminalroman auf den Kopf stellen und ihn als Detektivroman erzählen, und man kann umgekehrt jeden Detektivroman auf die Füße stellen und damit den ihm zugrunde liegenden Kriminalroman herstellen.

(Richard Alewyn: Anatomie des Detektivromans. In: Die Zeit Nr. 47 vom 22.11.1968 und Nr. 48 vom 29.11.1968.)
 
 

Aufgabe:

Erläutern Sie den Unterschied zwischen einem Detektivroman und einem Kriminalroman, und nennen Sie die Unterscheidungsmerkmale!
 
 

Text 2

Vorgeschichte, Fall und Detektion

So stellt sich nach Ernst Bloch die »Form des Detektivromans« dar:

Zu ihren Kennzeichen: sie sind dreifach und hängen eng zusammen. Da ist zuerst die Spannung des Ratens; sie weist, als ohnehin detektivisch, zum zweiten auf das Entlarvende, Aufdeckende hin, mit dem besonderen Akzent des Abseitigen, woraus oft das Wichtigste zu erfahren ist; und das Aufdeckende geht zum Dritten auf Vorgänge, die aus ihrem Unerzählten, Vor-Geschichtehaften erst herauszubringen sind. Dies dritte Kennzeichen ist das charakteristischste der Detektivgeschichte und macht sie, sogar weit vom Detektiv, unverwechselbar. Vor ihrem ersten Wort, vor dem ersten Kapitel geschah etwas, niemand weiß es, scheinbar auch der Erzähler nicht.

Vereinfacht man diese Feststellungen zum Formproblem der detektivischen Erzählung, so gelangt man zu einer Schematisierung, die zugleich die tektonischen Möglichkeiten erhellt, welche konkret in sprachlicher Ausprägung denkbar sind.

Es zeigt sich, daß insgesamt drei konstituierende Elemente ableitbar sind:

  1. die Vorgeschichte (VG)
  2. der Fall (F)
  3. die Detektion (D)
Geht man davon aus, daß es sich im Idealfall einer Erzählung jeweils einpolig nur um einen Fall, eine diesem entsprechende Vorgeschichte und einen Lösungsprozeß handelt, so lassen sich vier mögliche Bauformen konstruieren. Das folgende Schema läßt temporale, quantitative und räumliche Gesichtspunkte außer acht. Es geht von der Voraussetzung einfacher Mengen aus und läßt zunächst einmal die Tatsache außer Betracht, daß im Normalfall einer kriminalistischen Erzählung die drei genannten Elemente vielfältig und kompliziert miteinander verschachtelt und verzweigt sowie in ihrer erzähle-risch geordneten Folge nicht eindeutig bestimmbar sind. Ernst Bloch geht vom Gesichtspunkt des »Unerzählten«, aus, welches sowohl für den Leser wie für die Detektion wichtig ist. Entsprechend gibt es einen »Erzähleinsatz« (EE). Er liegt dort, wo das Erzählen beginnt, genauer: dort wo der sprachliche Einsatz des Erzählten innerhalb der genannten drei Elemente liegt. Die Reihenfolge der Elemente ist gegeben. Das Schema zeigt unter diesen Voraussetzungen folgende Möglichkeiten der Anordnung:
 
 
 
SCHEMATISIERUNG DER ELEMENTE

Unerzähltes

Rekonstruktion

Erzähl-

einsatz

Erzähltes

Erzählsukzess

   
VG
F
D
 
VG
 
F
D
 
 
VG
F
 
D
 
VG
F
D
 
Ich-Erzählung, Rahmenerzählung

 

(Edgar Marsch: Die Kriminalerzählung. Theorie - Geschichte - Analyse. München 1972. S. 82f.)
 
 

Aufgabe:

Erläutern Sie, welche Möglichkeiten der Anordnung der genannten Elemente dem Kriminalroman bzw. Detektivroman entsprechen!
 
 

Text 3

Unterscheidungsmerkmale

Detektivgeschichte
Kriminalgeschichte
 

Der "plot" (Handlungsgrundlage)
Die Handlungsgrundlage beruht auf einer Täuschung, die mechanischen (verschlos- sener Raum), verbalen (irreführende Aussagen), gerichtsmedizinischen (Gift, Blutgruppen, falsche Fingerabdrücke) oder waffentechnischen Ursprungs sein kann. Der Roman wird von dieser Täuschung aus rückwärts konstruiert, die Enthüllung ist der Höhepunkt, auf den alles zustrebt. Der "plot" beruht auf der psychischen Natur der Personen (Welcher seelische Druck kann A zum Mörder von B gemacht haben?) oder auf einer seelisch unerträglichen Situation, die nur in einer Gewalttat enden kann. Es gibt keine Täuschung durch versperrte Zimmer, gefälschte Finger- abdrücke, keine unbekannten Gifte. Meist geht es um die Frage: Hat A wirklich B getötet, und wenn ja, was wird dann aus ihm? Das Buch ist von diesem Problem aus vorwärts konstruiert.
 

Der Detektiv
Der Detektiv kann seine Tätigkeit beruflich oder als Amateur ausüben, er gehört oft einer Agentur an oder betreibt selbst eine. Amateure geraten zufällig an ihre Fälle. Er ist stets der Mittelpunkt des Geschehens, meist der Held und in der Regel ein guter Beobachter, der Dinge sieht, welche andere übersehen. Häufig ist kein Detektiv vorhanden. Manchmal gibt es einen Detektiv, der in einer ganzen Serie auftritt, doch er ist selten eine brillante Vernunftmaschine. Die Hauptfigur ist meist jemand, dem gewisse Dinge zustoßen. 
 

Mordmethode
Ist das Verbrechen ein Mord, wie meist, dann kann dieser bizarr oder irreführend sein (ein scheinbar erschossenes Opfer wurde in Wirklichkeit vergiftet). Manchmal ist die Methode äußerst raffiniert, wie bei einem "Locked--Room-Mystery" oder rätselhaft, wie bei einem Giftmord, wo alle Anwesenden das gleiche gegessen und getrunken haben. Die Mordmethode ist meist schlicht und unkompliziert, selten von Bedeutung. Die Waffentechnik spielt mitunter eine Rolle, doch mechanische Vorrichtungen sind geradezu verpönt.
 

Hinweise (Clues)
Ein ganz wichtiges Element. Es gibt vielleicht ein Dutzend davon in jeder Geschichte, Der Detektiv erklärt sie selbst oder überläßt die Deduktion dem Leser. Es gibt häufig keine Hinweise in dem Sinn, wie sie die Detektivgeschichte verwendet.
 

Personen
Nur der Detektiv ist in allen Einzelheiten geschildert. Alle sonstigen Charakte- risierungen sind oberflächlich, vor allem nach erfolgtem Verbrechen, wo sich die Personen dem Handlungsgang unterwerfen müssen. Die Personen sind die Grundlage des Romans. Das Leben der Personen geht nach dem Mord weiter, und oft ist gerade ihr Verhalten danach wichtig für die Fortführung der Geschichte.
 

Milieu
Beschreibung beschränkt sich auf die Zeit vor dem Verbrechen. Später nimmt der Handlungsgang eine vorrangige Stellung ein, die Milieuschilderung wird nicht mehr weiter ergänzt Das Milieu ist wichtig für Stimmung und Stil des Romans und oft auch bedeutender Bestandteil des Verbrechens: Milieudruck, der unter ganz bestimmten Bedingungen zu diesem ganz bestimmten Mord führte.
 

Soziale Haltung
Konservativ. Die soziale Haltung ist unterschiedlich; häufig jedoch radikal in dem Sinn, daß Aspekte der Rechtsprechung, der Gesetze allgemein oder der herrschenden Gesellschaftsform in Frage gestellt werden.
 

Bedeutung des Rätselelements
Die Bedeutung des Rätselelements ist oft sehr groß. Der Detektiv und das Rätsel sind das einzige, woran man sich danach noch erinnert Die Bedeutung des Rätselelements kann manchmal groß, häufig spielt das Rätsel-element keine Rolle und ist überhaupt nicht vorhanden. Man erinnert sich vor allem an die Personen und an die Situationen, in die sie gestellt wurden.

(Julian Symons: Am Anfang war der Mord. Eine Geschichte des Kriminalromans. München 1982. S. 170 - 172.)

Aufgabe:
Erörtern Sie, ob Friedrich Dürrenmatts "Der Richter und sein Henker" ein Detektivroman oder ein Kriminalroman ist!
 
 


Text 4

Die problematisierte Detektion

Der Schlüsselbegriff zum Verständnis der linearen Entwicklung, also auch des "Fortschritts" in der Ausformung der Gattung heißt "Detektion". Darunter ist die Aufklärung eines Verbrechens (Mordfalls) mit einer festgelegten rationalen Methode, die schrittweise Anordnung einer überschaubaren Menge undurchsichtiger Vorgänge und Motive zu einer Kausalkette, die Überführung des Täters und die damit verbundene Wiederherstellung von Recht und Ordnung zu verstehen, genau in der Weise, wie sich das an der Handlung und an der philosophischen Einkleidung des Poeschen "Doppelmords in der Rue Morgue" ablesen läßt. Demjenigen literarischen Produkt, das eine funktionierende Detektion vorführt, ist die Vorstellung immanent, daß die Welt und ihre Zustände unbedingt durchschaubar sind.

Eine problematisierte Detektion liegt demgegenüber überall dort vor, wo der nach den Gesetzen der Gattung erfolgreiche Ausgang der Detektion oder die selbstbewußte Souveränität des handelnden Detektivs nicht mehr fraglos gegeben sind. In bezug auf diese Veränderung erhält die Entwicklung der Gattung eine historische Dimension insofern, als sich darin ab Chandler und Dürrenmatt zunehmendes Mißtrauen in die Möglichkeiten rationaler Weltbewältigung spiegelt. [...]

Das allgemeine Ergebnis eines Vergleichs zwischen Edgar Allen Poes "Doppelmord in der Rue Morgue" und Friedrich Dürrenmatts "Der Richter und sein Henker" [...] ergibt die Einsicht, daß der im Typus 2 explizierbaren Grundannahme, der menschliche Verstand könne auch in extremen Lagen eine transparente, heile, nach Gut und Böse geordnete Welt herstellen, eine charakteristische Bedeutung zukommt, weil sie im Typus 1 in auffälliger Weise negiert ist. [...] Außerdem läßt sich bei die Vermutung erhärten, daß die auf rationale und moralische Ordnung gerichtete Detektionstätigkeit des Detektivs das verbindende Element zweier zeitlich und literatursoziologisch weit auseinander liegender Texte darstellt, mithin das feste Schema des "Krimis" ausmacht und die konstituierende Grundgröße dieser literarischen Gattung ist.

Zu dem prinzipiell gleichen Ergebnis führt der Vergleich eines Textes vom Typ 2a mit einem Text vom Typ 2b. Wenn man z. B. Jerry Cottons "Ich stand im anderen Lager" (Typ 2b) mit Poes "Doppelmord in der Rue Morgue" (Typ 2a) vergleicht, sieht man, daß über die gravierende Niveaugrenze hinweg das konstituierende Moment der gelingenden Detektion als festes Schema der Gattung erhalten bleibt. 

(Rudolf Geppert, Klaus Ruß: Krimis im Deutschunterricht? Frankfurt a. M. 1975. S. 16f.)


 

 
Erläuterungen

Typ 1: Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker

Typ 2a: Poe: Der Doppelmord in der Rue Morgue

Typ 2b: Jerry Cotton: Ich stand im anderen Lager
 
 

Aufgaben

  1. Vergleichen Sie den Gang und das Ziel der Detektion in Dürrenmatts "Der Richter und sein Henker" mit Gang und Ziel der Detektion in Poes "Doppelmord in der Rue Morgue"!
  2. Vergleichen Sie den Dürrenmattschen Detektiv-Typus Kommissär Bärlach mit dem Poeschen Typus Dupin im Hinblick auf die soziale, moralische und psychische Beschaffenheit!
  3. Vergleichen Sie Dupin und dessen Arbeitsweise mit Hercule Poirot in einem der Romane Agatha Christies!
  4. Ordnen Sie Fernsehkrimis den genannten Typen zu!

 
 

Text 5

Anspruchsvolle Literatur und Serienliteratur

Daß die weitaus meisten Produkte vom Texttyp 2 a zur Trivialliteratur zu rechnen sind, ist keine Frage. Eine schwierige Frage dagegen ist es, ob beim Texttyp 1 (vgl. Text 4) nur nichttriviale Texte angesiedelt sind; denn der Fortschritt von der fraglos gelingenden Detektion (Texttyp 2 a) zur problematisierten Detektion (Texttyp 1) ist, für sich genommen, noch kein Kriterium für die Über- führung von Trivialem in Nichttriviales. Jedoch ist die Beschreibung der Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit bei den Texttypen 1 und 2 a nichttriviale Produktionen auftreten, kein Gegenstand unserer Darlegungen, sondern wir untersuchen das Problem des Trivialen erst jenseits der Niveau- grenze zur Serienliteratur. Da die Grenze in Verbindung mit dem Terminus "Serienliteratur" gesetzt ist, dürfte klar sein, daß der Ausdruck "Niveau" zunächst nicht wertend, sondern als Charakteristikum einer speziellen Produktionsweise, der Serie, in Erscheinung tritt. [...]

Ausgehend von der letzten Feststellung, ergibt sich die Möglichkeit, die KommunikationsbeziehungText - Leser bei der Serienliteratur vom Empfänger aus zu akzentuieren. Allgemein muß man annehmen, daß der Rezipient bestimmte "Prädispositionen" für den Textempfang aufweist, die gesellschaftlich verursacht sind. Mit dem Begriff Prädisposition wird alles zusammengefaßt, was das Informationsinteresse bzw. die Informationserwartung des Lesers bestimmt, wie: sein Informations- stand, seine Werte und Normen, seine Motivation, sein momentanes Informationsbedürfnis. In funktional gleicher Weise sind auch Textinhalte und Textformen auf gesellschaftlich Gegebenes ausgerichtet, so daß sich folgende Kommunikationsmechanismen ergeben:

1. Der Kommunikationsmechanismus anspruchsvoller Literatur

Unter "Distanz" ist der Verzicht auf affirmative Abbildung der Realität zu verstehen; "Distanz" impliziert Kritik, Bewußtmachung und Gegenbilder. - "Ableitung" bezeichnet die Übernahme der sozial bedingten Einstellungen aus der Realität in die Erwartungshaltung des Lesers. "Ästhetische Distanz" meint die Verarbeitung der distanzierten Position des Autors in einer fiktionalen Konstruktion, die in Opposition zu den Erwartungen der Leser steht.

2. Kommunikationsmechanismus der Serienliteratur


 

 
Die entscheidende Veränderung im Vergleich zum vorhergehenden Modell besteht darin, daß die dort unter "Distanz" festgehaltenen Inkongruenzen getilgt sind. Dies wiederum hat zur Voraussetzung, daß das potentiell unerschöpfliche und im literarischen Schöpfungsakt veränderbare Gestaltungsreservoir verlassen und durch den ausschließlichen Blick auf das Prädispositionsreservoir einer bestimmten Leserschicht ersetzt wird.

(Rudolf Geppert, Klaus Ruß: Krimis im Deutschunterricht? Frankfurt a. M. 1975. S 18 - 21.)
 
 


Text 6

Entstehung der Detektiv- und Kriminalliteratur im 19. Jahrhundert



 

ENGLAND
DEUTSCHLAND
Mit dem Aufstieg des Bürgertums im 18. Jahrhundert zur politischen Macht werden Polizei und Justiz der Verfügungsgewalt des Königs entzogen. Die Polizei wird eine eine eigenständige Behörde (Scotland Yard).  In der Aufklärung werden Verbrechen nicht mehr als Ausdruck einer angebore- nen Neigung zum Bösen, sondern als Ergebnis der psychischen Konstellation des Verbrechers begriffen.
Interesse an Polizisten und Detektiven
Interesse an Motiven und Tathergang
Detektivroman
Kriminalroman
Edgar Allen Poe: Der Doppelmord in der Rue Morgue (1841)
Friedrich Schiller: Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1792)
Wilkie Collins: Der Monddiamant (1868)
E. T . A. Hoffmann: Das Fräulein von Scudéri (1819)
Charles Dickens: Das Geheimnis des Edwin Drood (1870)
Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche (1842)
Arthur Conan Doyle: Der Hund von Baskerville (1902)
Theodor Fontane: Unterm Birnbaum (1855)

 


 
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