Grundbegriffe
Deutsch
Kommunikation
1. Begriffe
| 1. Derjenige, der mit einem Gesprächspartner
durch Sprechen in Verbindung tritt, wird Sprecher (S) genannt.
2. Der Partner, dem der Sprecher etwas sagt, wird Angesprochener (A) genannt. 3. Die Verbindung, die zwi schen den beiden Gesprächspartnern während des Gesprächs besteht, wird Kontakt genannt. 4. Der Gegenstand, über den gesprochen wird, wird das Besprochene (B) genannt. 5. Die Veranlassung, die den Sprecher zur Kontaktaufnahme und zum sprachlichen Austausch bewegt, wird Sprechabsicht oder Intention genannt. 6. Das angestrebte Verstehen oder Verständnis zwischen den Gesprächspartnern wird als kommunikativer Effekt bezeichnet. |
2. Das elementare Kommunikationsdreieck
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3. Die Situation
| Definition
Die Situation ist das "Zeigfeld", der konkrete Wahrnehmungsraum oder der Gesichtskreis derKommunikationspartner. |
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| B1 = Das, worüber gesprochen
wird, befindet sich innerhalb des Gesichtskreises der beiden Kommunikationspartner
B2 = Das, worüber gesprochen wird, befindet sich außerhalb des Gesichtskreises der beiden Kommunikationspartner Erläuterungen
(Text a) 1. Unterstreichen Sie die Textstellen, in denen sich die beiden Texte unterscheiden! 2. Beurteilen Sie den Verständlichkeitsgrad beider Texte a) für die zuhörenden Polizeibeamten, b) für Sie als analysierenden Leser! 3. Versuchen Sie, die beobachteten Unterschiede hinsichtlich des kommunikativen Effektes zu erklären! An diesem einfachen Beispiel wird deutlich, daß der kornmunikative Effekt nicht nur von der sprach- lichen Äußerung allein abhängt, sondern daß auch nichtsprachliche Sachverhalte und Umstände für das Verständnis wichtig oder sogar erforderlich sein können. Im angeführten Beispiel (a) handelt es sich um den konkreten Wahrnehmungsraum, den Unfallort auf der Bahnhofstraße, an dem der Zeuge seine Beobachtungen schildert. Er braucht daher nicht alles zu "versprachlichen", sondern kann sich mit "Hinweiswörtern" ("Zeigwörtern") begnügen und diese eventuell mit Zeigegesten unterstützen. Deshalb hat man diesen Bereich früher "Zeigfeld" genannt. Heute hat sich dafür in der internationalen Wissenschaft der gleichbedeutende Fachausdruck "Situation" einge-bürgert, der auch im Unterricht weiterhin verwendet wird. Aufgabe:
"Die drei Jungs spielen Fußball,
und der eine Junge trifft den Ball und er fliegt durchs Fenster. Der Ball
macht die Fensterscheibe kaputt, und die Jungs gucken alle hin. Und ein
Mann kommt raus und schreit sie an, weil sie das Fenster kaputt gemacht
haben. Nun rennen alle weg. Und dann guckt eine Frau aus dem Fenster und
schimpft die Jungs aus." (Text d)
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3. Der Code
| Definition
Der Code ist das "sprachliche Gesamtpotential einer Sprachgemeinschaft", das aus dem Reservoir der Sprachzeichen bzw. Wörter (dem Lexikon) und der Menge der Verknüpfungs- möglichkeiten (der Grammatik) besteht. |
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| Z = Zeichen (Wort)
4. Der Kontext Definition
Erläuterungen
(H. Weinrich: Linguistik der Lüge. Heidelberg 1966. S. 15 – 24. Gekürzt.) Aufgaben:
5. Der Horizont Definition
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| HS = Horizont des Sprechers
HA = Horizont des Angesprochenen HS + HA = gemeinsamer Horizont von Sprecher und Angesprochenem Erläuterungen
2. In einem anderen Fall liest der Mitleser zwar dieselbe Schlagzeile, sieht aber, daß sie im "Wiener Tageblatt" steht. Im dritten Fall entdeckt der Reisende, daß die Schlagzeile in der "Neuen Zürcher Zeitung" steht. (Österreich und die Schweiz haben, wie die Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls Bundesregierungen, da sie auch aus "Ländern" bzw. "Kantonen" bestehen.) Wovon hängt es ab, daß der Mitleser die Schlagzeile richtig versteht? 3. Ein Mitleser liest montags diese
Schlagzeile: "Bad Schwartau hat gesiegt".
5. Nun hat er die Nachricht gelesen. Er hat ihr nur entnehmen können: In Bad Schwartau wird ein "Vierzig-Millionen-Projekt" gebaut. Konkurrenten dafür waren Kiel und Lübeck. Welches Projekt es ist, wer Schützenhilfe geleistet hat, das hat er nicht verstanden. Warum? 6. Prüfen Sie die folgenden Schlagzeilen auf ihre Verständlichkeit. Was muß man mindestens wissen, um sie verstehen zu können. Treffen zwischen Bush und Schröder Explosion in Belfast Concorde abgestürzt Links überholt Rechts überholt Schwankende Börsentendenz Ostermontag erstmals Arbeitstag IG Metall will 5 Prozent Das erste Echo zur Wahl Gore schlägt Buchanan Kiefer schlägt Haas Mit 12 Schuljahren zum Abitur
6. Das Modell sprachlicher Kommunikation |
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| Aufgabe:
Ergänzen Sie die Legende! G = Gesprächssituation
B1 =
Z1 =
HS =
CS =
(Zusammengestellt nach: Maximilian Scherner: Theorie und Technik des Textverstehens. Düsseldorf. Schwann 1974. S. 14 - 63. Und: Ders.: "Code" oder "Horizont"? In: DU 23. Jg. (1971) H. 6, S. 37 - 57.) |
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