Fachmethoden Deutsch
Bauformen des Erzählens:
Romananfänge und
-schlüsse
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I. Romananfänge
Hinführung zur Geschichte unter einem besonderen Gesichtspunkt (Begründung des Erzählens, Rechtfertigung des Themas o. ä.) Beispiel: Thomas Mann: Der Zauberberg
Entfaltung der Geschichte von der Vorgeschichte her ("Es war einmal ...") Beispiel: Johann Peter Hebel: Unverhofftes Wiedersehen
Wahl eines bestimmten Geschehnismoments, von dem aus die ganze Geschichte entwickelt wird Beispiel: Thomas Mann: Buddenbrooks
Ausgang von einem Endzustand, dessen Zustandekommen thematisiert und erzählt wird Beispiel: Siegfried Lenz: Deutschstunde
Romanschluß mit Heirat oder Tod eines oder mehrerer wichtiger Protagonisten oder durch das Erreichen einer höheren Lebensstufe der Hauptfigur
Romanschluß, bei dem es weitgehend dem Leser überlassen bleibt, sich ein mögliches Ende zu konstruieren
Bei diesem Romanschluß sollen die Zeit- und Gesellschaftsproblematik und die individuellen Geschichten der Romanfiguren abgeschlossen werden.
z. B. beim Detektivroman
Romanschluß, der mit der Tendenz zum Sensationellen besonders stark auf den Leser einwirken soll
Romanschluß, der durch parabelhafte, bildliche Erzählelemente das Romangeschehen deutend auf eine höhere Ebene hebt
Dieser Schluß ist durch ein Ausgreifen in die Zukunft der Romanfiguren oder durch die Schilderung einer Utopie am Ende charakterisiert.
Endet mit dem unbeabsichtigten oder beabsichtigten Abbrechen an einer (scheinbar) beliebigen Stelle des Romans (Zusammengestellt nach: Peter Hasubek: "Erzählungen schließen mit Verlobungen oder Hochzeit". Zum Problem des Romanschlusses der Gesellschaftsromane Theodor Fontanes. In: Litertur für Leser (1987) Heft 2, S. 135 - 150.) |