Arbeitstechniken
Informationsbearbeitung
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Techniken des verarbeitenden Lesens Ein erster Schritt zum Verstehen auch schwieriger und anspruchsvoller Texte ist das intensive Lesen. Während der erste Lesedurchgang, bei dem der Text insgesamt nur überflogen wird, dem Überblick und Grundverständnis dient, erleichtern verschiedene Techniken des verarbeitenden Lesens in einem zweiten, intensiven, sinnerschließenden Lesedurchgang die systematische Durchdringung eines Textes. Mit Hilfe verschiedenartiger (und verschiedenfarbiger) Markierungen (Unterstreichungen, Zeichen, Siglen, Randbemerkungen) wird der Text optisch erschlossen und gegliedert. Die nach- folgende Liste von Markierungen ist ein Vorschlag, der individuell abgewandelt werden kann. Wichtig ist nur, daß das gewählte Instrumentarium konsequent und systematisch angewendet wird.
| senkrechter Strich für wichtige Textstellen (Kernaussage, These, Argumente) Schlangenlinie für zweifelhafte Aussagen ? Fragezeichen für unklare Aussagen ! Ausrufezeichen für Aussagen, in denen die Intention des Verfassers besonders deutlich wird III (römische) Ziffern für
Textabschnitte
T = These Ag = Argument (ggf. numerieren!) Def = Definition Ab = Absicht, Intention Bsp = Beispiel Zit = Zitat usw.
vgl. Z. 5! = verweist auf Zeile 5 des Textes (auf "vgl." kann aus Platzgründen verzichtet werden) vgl. dagegen Hug, Z. 7f. = verweist
auf Zeile 7 und die folgende eines anderen Textes (von Hug)
widersprüchl. = verweist auf die Widersprüchlichkeit der markierten Textstelle usw.
Wichtig! Nicht beim ersten Lesedurchgang markieren! Man neigt leicht dazu, neue Informationen grundsätzlich als wichtig anzusehen. Die Textmarkierungen werden sich in der Regel nach der Aufgabenstellung (z. B. bei Klausuren) richten. Sind keine gezielten Aufgaben zur Untersuchung des Textes vorhanden, sollte man sich nach allgemeinen Leitfragen richten. |
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