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Arbeitstechniken
Informationsweitergabe
Präsentationstechniken
2. Flipchart
Wichtiges auf Dauer präsentieren
Das Flipchart wird mitunter benutzt,
wenn eine Tafel nicht zur Verfügung steht. Dies wird aber den Möglichkeiten
dieses Mediums nicht gerecht. Flipcharts sind mehr als ein Tafelersatz.
Sie werden immer dann eingesetzt, wenn ein Anschrieb auch längere
Zeit nach dem Vortrag noch präsent sein soll oder wenn mehrere Visualisierungen
gleichzeitig den Zuhörern vor Augen geführt werden sollen.
Denn bei dieser Präsentationstechnik wird auf große Papierbögen
geschrieben, die während des Vortrags oder danach im Raum aufgehängt
werden können. Die Arbeit mit dem Flipchart ist somit besonders geeignet
für längere Unterrichtsprojekte, Workshops und mehrtägige
Seminare. Bei Besprechungen bietet das Flipchart den Vorteil, dass das
Besprechungsergebnis schwarz auf weiß und für alle sichtbar
festgehalten wird.
Ähnlich wie bei der Präsentation
einer Folie gibt es auch beim Flipchart unterschiedliche Vorgehensweisen:
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Ein leerer Bogen wird parallel zum Vortrag
vor den Augen des Publikums vollgeschrieben.
-
Der Bogen weist eine vorbereitete Grobstruktur
auf, die nach und nach mit Inhalten gefüllt wird.
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Mehrere Bögen werden vor der Präsentation
mit Überschriften (Aspekten) versehen, die während des Vortrags
ausgeführt werden.
-
Ein oder mehrere fertig beschriebene
Bogen werden zum Vortrag präsentiert.
Auch was die Offenheit gegenüber
dem Publikum anlangt, kann das Flipchart wie die Tafel eingesetzt werden:
Die Inhalte können ausschließlich vom Redner oder nur vom Publikum
geliefert werden oder sie werden gemeinsam im Dialog zwischen Redner und
Publikum erarbeitet, wobei meist der Redner die Struktur liefert und die
Zuhörer die dazu passenden Ideen.
Anders als die Wandtafel kann das
Flipchart variabel im Raum aufgestellt werden. Es kann also direkt
vor den Zuhörern platziert werden, die somit unmittelbar der Präsentation
gegenüber sitzen. Diese Nähe wirkt sich bei Besprechungen zwischen
gleichberechtigten Partnern günstig auf die Atmosphäre aus. Diese
deutlich geringere Distanz zwischen dem an der Präsentationsfläche
stehenden Redner und den Zuhörern ist der zweite große Vorteil
dieser Technik.
Technische Hinweise
In der Regel ist die Arbeitsfläche
eines Flipcharts etwa 70 cm breit und 100 cm hoch. Die Papierbögen
sind weiß oder beige (wie Packpapier). Das Papier ist kariert, mit
für den Zuhörer kaum sichtbaren Orientierungspunkten oder mit
einer dezenten Linie versehen. (Manche Flipcharts sind zusätzlich
für Magnete oder zum Pinnen geeignet.) Die empfohlene Schriftgröße
hängt von der Anzahl der Zuhörer und von der Raumgröße
ab. Bei Besprechungen in kleinen Gruppen können es bis zu zwölf
Zeilen sein, bei der Präsentation vor einem größeren Publikum
sollten es nicht mehr als acht Zeilen sein. Weniger ist in beiden Fällen
von Vorteil! Geschrieben wird mit breiteren Filzstiften („Markern“), die
in verschiedenen Farben erhältlich sind. Für Überschriften
verwendet man Stifte mit besonders breiten, keilförmigen Spitzen.
Auf dem Flipchart werden nicht Einzelbögen, sondern ganze Blocks mit
bis zu 20 Papierbögen befestigt. Ist ein Bogen beschrieben, wird er
nach hinten geklappt. Wird er noch benötigt, kann er für alle
gut sichtbar an eine Wand gepinnt oder geklebt werden.
(Stephan Gora: Schule der Rhetorik.
Ein Lese- und Arbeitsbuch. Leipzig: Klett 2001. S. 65f.)
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