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Präsentationstechniken

4. Computertgestützte Präsentation -
Frei sprechen



Um mit dieser aufwendigen Präsentationstechnik arbeiten zu können, müssen drei Voraussetzungen gegeben sein:
 

  • PC, Beamer und Projektionsfläche stehen dem Redner zur Verfügung.
  • Der Redner beherrscht das erforderliche Computer-Programm - zumindest in den Grundzügen.
  • Er hat so viel rhetorische Erfahrung, dass er diese Präsentationstechnik sinnvoll und souverän einsetzt und nur als das betrachtet, was sie ist: ein Hilfsmittel zur Visualisierung.


Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann bieten computergestützte Präsentationen dem Redner zahlreiche Vorteile
 

  • Visualisierungen werden erheblich vereinfacht - sowohl bei der Herstellung als auch bei der Präsentation selbst.
  • Die Präsentation kann so kleinschrittig erfolgen, dass der Zuhörer immer nur das visualisiert bekommt, was er im Augenblick für das genauere Verständnis benötigt.
  • Computergestützte Präsentationen sind die ideale Plattform für alle multimedialen Anwendungen, ermöglichen also über die Visualisierung von Texten, Fotos und Grafiken hinaus auch das Abspielen von Sounddateien und Videoausschnitten.
  • Computergestützte Präsentationen stellen eine besonders elegante Form des Medien-Tricks dar, die es dem Redner über längere Zeit erlaubt, scheinbar frei zu sprechen.
  • Einmal abgespeichert können diese Visualisierungen immer wieder präsentiert, aber auch jederzeit verändert oder ergänzt werden.


Wie aber arbeitet man mit dieser Präsentationstechnik?

In der Vorbereitung am Computer gibt der Redner zunächst die Inhalte ein, die er visualisieren möchte. Dies ist zumeist ein Text, der die wesentlichen Aussagen prägnant auf den Punkt bringt. In diese Visualisierungen kann er auch Bilder, Grafiken, Tondateien (Reden, Musik) oder Videosequenzen einfügen. Die Eingabe ist relativ einfach, weil das Layout aus einer Vielzahl von Vorlagen ausgewählt werden kann. Damit sind die wesentlichen Formatierungen bereits vorgegeben und auch alle anderen Schritte (wie das Einfügen von Grafiken usw.) sind weitgehend automatisiert.

Während des Vortrags genügt ein Mausklick oder das Drücken der Enter-Taste und die auf dem Computer abgespeicherten Visualisierungen werden in der vorgesehenen Reihenfolge über einen Beamer an eine Projektionswand geworfen. Arbeitet der Redner mit einer Funkmaus, so ist er räumlich nicht an den Computer gebunden, er steht frei vor seinem Publikum.

Die Projektionswand oder der Monitor seines PCs liefert ihm mit der jeweiligen Visualisierung Schritt für Schritt die Stichworte für seinen Vor trag. Mithilfe dieses Medien-Tricks kann er (fast) frei sprechen und sich voll und ganz seinen Zuhörern zuwenden. Bei Nachfragen kann der Redner problemlos die Visualisierung zurückholen, auf die sich die Nachfrage bezieht.

Technische Hinweise
Computergestützte Präsentationen benötigen sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Präsentation einen PC mit der entsprechenden Software. Die bekanntesten Programme sind: PowerPoint, Freelance Graphics, Mediator und Presentations. Die Präsentation erfolgt über einen Beamer, der die Visualisierung auf eine Projektionsfläche wirft. Eine Verdunklung ist bei den besseren Beamern nicht erforderlich.

Zu den ausgewählten Layout-Vorschlägen, die individuell variiert werden können, werden bestimmte Formatierungen vorgeschlagen. Die Schriftgröße für Überschrift und Grundtext sowie der (meist dunkle) Folienhintergrund sind vorgegeben, brauchen also nicht mehr eingegeben werden. Die Schriftgröße (mind. 24 Punkt) ist auch für die Projektion in großen Räumen ausreichend. Da eine kleinschrittige Vorgehensweise empfohlen ist, sind nicht mehr als acht Zeilen vorgesehen. Die gesamte Präsentation besteht aus einer Folge von elektronischen „Folien“ (Screens), die per Mausklick in einer zuvor vom Redner festgelegten Reihenfolge abgerufen werden.

(Stephan Gora: Schule der Rhetorik. Ein Lese- und Arbeitsbuch. Leipzig: Klett 2001. S. 72f.)


 
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