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Informationsverarbeitung Texte visualisieren 2:
Netzwerk-Technik ist eine Methode,
einen Text in die Form einer schematischen Darstellung zu übertragen.
Das Verfahren wurde von Autoren verschiedener Nationalitäten (USA,
Niederlande, Kanada, Deutschland) in den vergangenen 20 Jahren entwickelt.
[...] Die Erfinder dieser Methode nehmen an, daß die Anwendung dieser
Technik helfen kann, die wesentlichen Informationen eines Textes
Bei der Netzwerk-Technik geht man von der Annahme aus, daß sich Texte aus zwei Klassen von Elementen zusammensetzen, aus den Begriffen und den Relationen (zwischen den Begriffen).
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| Begriffe werden
mit einer Umrandung gekennzeichnet. Welche Form der Umrandung man
wählt, bleibt einem freigestellt. Relationen werden entweder
durch unterschiedliche Pfeil- und Linien-Verbindungen oder durch
eine einheitliche Verbindung mit unterschiedlicher Buchstaben-Notation
dargestellt.
Mit Hilfe unterschiedlicher Notationen oder Linienverbindungen lassen sich die verschiedenen Relationen zwischen den Begriffen abbilden. Die untenstehende Liste wichtiger Relationen ist nicht vollständig, wird aber in der Regel genügen, um die logische Struktur eines Textes abzubilden. Dabei wird es von der Textsorte abhängen, welche Relationen zu wählen sind.. |
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| Bei der Anwendung der Netzwerk-Technik
sollten Sie stets abwägen, wie detailliert Sie den Text abbilden wollen.
Grundsätzlich gilt: je differenzierter das Schema, d. h. je größer
die Zahl der Begriffe und Relationen, desto unübersichtlicher wird
es. Am einfachsten ist die Methode anzuwenden, wenn man sich damit begnügt,
nur die wesentlichen Strukturen eines Textes abzubilden. [...]
Verzichten Sie nicht auf die Darstellung
der Relationen! Es ist einfach, Begriffe herauszuschreiben und sie mit
Linien oder Pfeilen zu verbinden. Das kostet weniger Nachdenken, weniger
Zeit. Und selbst wenn man sich in dem Augenblick, in dem man einen Text
auf diese Weise visualisiert, sehr wohl über die Bedeutung dieser
oder jener Linie im klaren ist, greift man nach längerer Zeit wieder
auf seine Visualisierung zurück, so wird einem der Zusammenhang der
Begriffe oft nicht mehr klar sein.
(Joachim Stary, Horst Kretschmer:
Umgang mit wissenschaftlicher Literatur. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
1999. S. 121 - 125.)
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