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Informationsverarbeitung Texte visualisieren 3:
Mind-Mapping ist ein weniger „strenges“ Verfahren als Netzwerk-Technik. Es ist ein simples Verfahren, das der Brite Tony Buzan 1974 vorgestellt hat. Buzans Mind-Mapping-Technik läßt sich in vielerlei Hinsicht anwenden:
Vorteile der Technik „1. Die Zentral- oder Hauptidee wird deutlicher herausgestellt. 2. Die relative Bedeutung jeder Idee tritt sinnfälliger in Erscheinung. Wichtigere Ideen befinden sich in der Nähe des Zentrums, weniger wichtige in den Randzonen. 3. Die Verknüpfungen zwischen den Schlüsselbegriffen werden durch ihre Linienverbin-dungen leicht erkennbar. 4. Als Ergebnis werden Erinnerungsprozeß und Wiederholungstechnik effektiver und schneller. 5. Die Art der Struktur erlaubt es, neue Informationen leicht und ohne die Übersicht-lichkeit störende Streichungen und eingezwängte Nachträge unterzubringen. 6. Jedes Kartenbild ist von jedem anderen nach Form und Inhalt deutlich unterschie-den. Das ist für die Erinnerung hilfreich. 7. Im kreativen Bereich des Aufzeichnens, etwa bei der Vorbereitung von Aufsätzen und Reden, erleichtert es das nach allen Seiten offene Kartenschema, neue Ideen-verknüpfungen herzustellen.“ (Tony Buzan: Kopftraining. Anleitung
zum kreativen Denken. München 1984. S. 103.)
Wie erstellt man eine Mind-Map? Bei einer Mind-Map beginnt man - im Unterschied zu traditionellen Aufzeichnungen - mit der Zentralidee (oder dem Zentral-Thema) in der Mitte des Blattes. Um die Grundstruktur einer Mind-Map sichtbar zu machen, werden die einzelnen Gedanken zu diesem Zentralthema auf - vom Zentrum ausgehende - Linien geschrieben. Jeder neue Gedanke bedeutet eine neue Linie, die entweder vom Zentrum ausgeht (Ast) oder eine bereits bestehende Linie (Zweig) fortführt. Dabei sollte man möglichst nur Stichworte, Schlüsselwörter (keine Sätze) benutzen. Die Schlüsselwörter möglichst in Druckschrift schreiben. Dies erleichtert das Nachlesen und die Auswertung zu einem späteren Zeitpunkt. Wann immer es möglich ist, sollten visuelle Darstellungsmittel benutzt werden, aber nicht nur symbolische Zeichen wie zum Beispiel Pfeile, Symbole (Frage-, Ausrufezeichen usw., Quadrate, Kreise, Linien usw.), sondern vor allem kreative Bilder (also ikonische Darstellungen). |
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| (Ingrid Rinke, Wolfgang Menzel:
Mind-Mapping als Methode. In: Praxis Deutsch Nr. 164 (November 2000) S.
29.)
Mut zum Zeichnen! Mind-Maps anzufertigen, erfordert ein wenig Mut, Mut zu visualisieren. Kinder zeichnen gerne, Erwachsene, zumal dann, wenn sie sich mit Wissenschaft befassen, nicht. Zwar gibt es viele historische Beispiele für die Bedeutung des Visualisierens für persönliche Aneignungs- und Erkenntnisprozesse (Einstein, Leonardo da Vinci usw.), aber sie sind - gemessen an der Menge der Wissenschaftler die - zumal berühmten - Ausnahmen. Sich mit Wissenschaft zu beschäftigen, das heißt immer noch, und zuvörderst in den gei-stes-, sprach- und sozialwissenschaftlichen Fächern, sich im Medium „Sprache“ zu verständigen. Deshalb unsere Empfehlung: Scheuen Sie sich nicht, Bilder, Comics, kleine Kritzeleien oder welche ikonischen Ausdrucksformen auch immer Ihnen einfallen mögen, einzuset-zen. Auch wenn Bilder mehrdeutig sind, Ihre kreativen Umsetzungen sind nach unserer Überzeugung von hohem Wert. Sowohl was die Erarbeitung der Inhalte selbst betrifft, als auch was das dauerhafte Behalten bzw. die Möglichkeit der Rekonstruktion des ein-mal Gewußten anbelangt. (Joachim Stary, Horst Kretschmer: Umgang mit wissenschaftlicher Literatur. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1999. S. 127 - 129.) |
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